Tief ANTONIA überquert NRW in der kommenden Nacht

Tief ANTONIA überquert NRW in der kommenden Nacht
Foto: Iván Tamás / Pixabay, Symbolbild

Nach Zeynep kommt ANTONIA. Das nächste Tiefdruckgebiet steht vor der Tür und bringt NRW erneut schwere Sturmböen, teils sogar orkanartige Böen.

Die Aufräumarbeiten der letzten beide Stürme Ylenia und Zeynep sind noch längst nicht abgeschlossen, da folgt nun das nächste Sturmtief in NRW. In der Nacht von Sonntag auf Montag wird das Sturmtief Antonia NRW erreichen. Das Tief unterscheidet sich nach den neusten Modellprognosen jedoch deutlich von den beiden bisherigen Stürmen.

Die bisherigen Stürme hatten ein sehr großes Sturmfeld und haben über mehrere Stunden stürmische Böen gebracht. Antonia dagegen, so sagen es die Modellkarten, bringt vor allem mit dem Eintreffen der Kaltfront an vorderster Linie schwere Sturmböen, anschließend jedoch nicht mehr ganz so stark. Die stärksten Windgeschwindigkeiten sollten dann innerhalb einer Stunde rum sein, wenn man den Modellkarten traut.

Das Super HD von Kachelmannwetter erwartet das Eintreffen der Kaltfront gegen 23 Uhr im äußersten Nordwesten des Landes, gegen 0 Uhr dann im Ruhrgebiet, Rheinland und Münsterland und um 1 Uhr ist Ostwestfalen, das Sauerland und bergische Land dran. Das Eintreffen der Kaltfront macht sich dabei durch Starkregen und Hagel bemerkbar, auch teils kräftige Gewitter sind möglich. Die Windgeschwindigkeiten liegen in Schauernähe bei bis zu 110 km/h, meist zwischen 90 und 100 km/h. Nach dem Durchzug ist es weiter windig, aber orkanartige Böen sind demnach dann die Seltenheit.

Das ICON-D2 hat die Linie nicht so klar in den Modellkarten drin, rechnet jedoch mit einem ähnlichen Ablauf, ggf. schon ab 22 Uhr. Auch hierbei sind in Schauer- und Gewitternähe teils orkanartige Böen bis 110 km/h möglich.

Der deutsche Wetterdienst hatte bereits eine Vorabinformation vor orkanartigen Böen für ganz NRW veröffentlicht, dies jedoch nun in richtige Warnungen konkretisiert. Meist wurden dabei Warnungen vor schweren Sturmböen bis 80 km/h, in Schauernähe bis 110 km/h ausgesprochen. Nur in höheren Lagen gibt es zur Zeit eine Warnung vor orkanartigen Böen bis 120 km/h. Alle aktuellen DWD-Warnungen gibt es auf unserer Webseite im Bereich Warnungen.

Modellkarten

Die folgenden Animationen aus dem ICON-D2 verdeutlichen noch einmal den Ablauf. Zuerst das signifikanten Wetter mit den eingelagerten teils kräftigen aber kurzen Gewittern mit Starkregen und Hagel:

Dazu die prognostizierten Windgeschwindigkeiten aus dem ICON-D2-Modell. Wie wir sehen, erst leicht auffrischenden Wind ab 19 Uhr, die kräftigen Böen kommen dann mit dem Durchzug der Gewitter:

Wir empfehlen weiterhin, euer Hab und Gut zu sichern, wie ihr es hoffentlich auch schon zu ZEYNEP und YLENIA gemacht habt. Meidet Wälder und informiert euch morgen, welche Züge fahren! Noch immer gibt es massive Probleme im Bahnverkehr aufgrund von umgestürzten Bäumen.